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Fabian Güstrow Ex-Freundin Vater – Anklage wegen Mordes erhoben

Tobias Florian Schulz • 2026-04-12 • Gepruft von Sofia Wagner

Der Fall des achtjährigen Fabian aus Güstrow hat Mecklenburg-Vorpommern erschüttert. Der Junge verschwand am 10. Oktober 2025 aus dem Haus seiner Mutter und wurde vier Tage später tot aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft Rostock hat nun Anklage gegen eine 29-Jährige erhoben – die ehemalige Freundin des Vaters des Kindes.

Die Ermittlungen führten zu einer Frau, die zu diesem Zeitpunkt bereits in Untersuchungshaft saß. Sie soll den Achtjährigen unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt, mit ihm zum Tatort gefahren und ihn dort getötet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor.

Das Landgericht muss nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird. Ein Prozessbeginn gilt als möglich, sobald das Gericht die offiziellen Urteilsgründe zur Eröffnung des Hauptverfahrens vorliegen hat.

Wer ist die Angeklagte im Fall Fabian aus Güstrow?

Die Hauptbeschuldigte ist eine 29-jährige Frau, deren Name in verschiedenen Berichten unterschiedlich angegeben wird. Während einige Quellen von China H. sprechen, verwenden andere die Abkürzung Gina H. Die Staatsanwaltschaft Rostock führt die Anklage in diesem Zusammenhang. Bei der Frau handelt es sich um die Ex-Freundin von Fabians Vater.

Sie befand sich seit dem 6. November 2025 in Untersuchungshaft, bevor die Anklage erhoben wurde. Ihr Auto wurde beschlagnahmt und von Ermittlern ausgewertet.

Unterschiedliche Namensnennung

Medienberichte verwenden für die Angeklagte teils unterschiedliche Schreibweisen. Während einige Quellen den Namen China H. nutzen, sprechen andere von Gina H. Die genaue Schreibweise des Vornamens lässt sich anhand der öffentlich verfügbaren Quellen nicht abschließend klären.

Rolle der Angeklagten im Umfeld von Fabian

Die Angeklagte war zum Zeitpunkt der Tat nicht mehr mit Fabians Vater zusammen. Die Trennung war bereits vollzogen. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie die Tat allein geplant und ausgeführt hat.

Ein ehemaliger Freund der Beschuldigten hat sich als Zeuge gemeldet. Er soll Bekannte zur Leiche geführt haben und könnte im Verfahren eine belastende Aussage machen. Er sprach gegenüber Reportern von einer belastenden Nacht.

Familiäre Verwicklungen und Beteiligte

Fabian lebte bei seiner Mutter Dorina in Güstrow. Sein Vater wird in den Ermittlungsakten genannt, tritt aber nicht namentlich in Erscheinung. Die Mutter trauert nach Angaben von Reportern am Grab ihres Sohnes.

Der genaue Name des Vaters geht aus den öffentlich verfügbaren Quellen nicht eindeutig hervor. Die Beziehung zwischen der Angeklagten und dem Vater endete vor der Tat.

Was wir über den Tatablauf wissen

Die Ermittler rekonstruierten den Ablauf anhand von Spuren, Zeugenaussagen und der Auswertung beschlagnahmter Gegenstände. Demnach soll die Angeklagte Fabian unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt haben.

Sie fuhr mit dem Kind in einem Fahrzeug zu einem Tümpel am Rand von Klein Opal, einem Ort etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow. Dort soll sie den Achtjährigen getötet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, den Leichnam im Anschluss mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet zu haben.

Ermittlungsstand

Das Motiv der Angeklagten bleibt weiterhin offen. Die Ermittlungsbehörden haben bislang keine Angaben zu einer konkreten Begründung für die Tat gemacht.

Entdeckung und Bergung der Leiche

Der Junge wurde am 14. Oktober 2025 gefunden, vier Tage nach seinem Verschwinden. Zunächst hatte die Angeklagte behauptet, sie habe die Leiche beim Spazierengehen zufällig entdeckt. Diese Darstellung stellte sich im Laufe der Ermittlungen als nicht glaubwürdig heraus.

Die Polizei sicherte am Fundort wiederholt Spuren. Der Fundortbefund und die Autopsie lieferten Erkenntnisse, die die Anklageerhebung wegen heimtückischen Mordes stützten.

Polizeiliche Ermittlungen und Hinweise

Die Polizei rief die Bevölkerung auf, Hinweise zu melden. Rund 1000 Hinweise gingen nach Angaben der Ermittler bei der Polizei ein. Die Beamten werteten diese systematisch aus.

Fahndungen mit Pressemitteilungen und Medienaufrufen begleiteten die Arbeit der Ermittler. DNA-Spuren und weitere forensische Beweise wurden gesichert.

Wie geht es für die Angeklagte weiter?

Seit November 2025 sitzt die 29-Jährige in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Rostock hat ihre Anklage am 9. März 2026 öffentlich gemacht. Das zuständige Landgericht prüft nun, ob die Anklage zugelassen wird.

Ein Prozessstart könnte nach Einschätzung von Justizbeobachtern im Mai 2026 erfolgen. Voraussetzung ist, dass das Gericht die Eröffnung des Hauptverfahrens beschließt.

Was der Angeklagten vorgeworfen wird

Die Anklage lautet auf heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen. Dieser Vorwurf umfasst zwei Aspekte: die heimtückische Vorgehensweise, die dem Kind keine Möglichkeit zur Gegenwehr gab, sowie die niedrigen Beweggründe, die eine besondere Schwere der Schuld begründen sollen.

Fabian wurde nach bisherigen Erkenntnissen mit mindestens sechs Messerstichen getötet. Die Staatsanwaltschaft stützt diese Darstellung auf die Obduktion.

Mögliches Strafmaß und Verteidigung

Bei einer Verurteilung wegen heimtückischen Mordes droht dem Gesetz nach eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Verteidigung hat das Recht, alternative Deutungen der Beweislage vorzubringen und Zeugen zu befragen.

Es bleibt abzuwarten, ob die Angeklagte selbst aussagen wird. Eine Aussage wäre im Strafverfahren möglich, aber nicht verpflichtend.

Chronologie des Falls Fabian aus Güstrow

  1. 10. Oktober 2025: Fabian verschwindet aus dem Haus seiner Mutter Dorina in Güstrow.
  2. 14. Oktober 2025: Der Junge wird tot am Rand eines Tümpels bei Klein Opal aufgefunden, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow.
  3. 14. Oktober 2025: Gina/China H. behauptet, die Leiche zufällig beim Spaziergang entdeckt zu haben.
  4. 6. November 2025: Die Angeklagte wird festgenommen. Ihr Auto wird beschlagnahmt.
  5. November 2025: Die 29-Jährige kommt in Untersuchungshaft.
  6. 9. März 2026: Die Staatsanwaltschaft Rostock erhebt Anklage wegen heimtückischen Mordes.
  7. Geplant: Das Landgericht prüft die Anklage. Prozessbeginn möglicherweise im Mai 2026.

Gesicherte Fakten und offene Fragen

Aspekt Stand
Identität der Angeklagten 29-jährige Frau, Ex-Freundin des Vaters; Name in Quellen teils unterschiedlich angegeben
Tatdatum 10. Oktober 2025
Fundort Tümpel am Rand von Klein Opal, etwa 15 km südlich von Güstrow
Todesursache Mindestens sechs Messerstiche
Spurenbeseitigung Leichnam wurde mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet
Haftzeit Seit 6. November 2025 in U-Haft
Vorwurf Heimtückischer Mord aus niedrigen Beweggründen
Motiv Unklar, wird weiterhin ermittelt
Name des Vaters Nicht namentlich öffentlich bekannt
Vorstrafen Keine Angaben in öffentlich verfügbaren Quellen

Hintergrund des Verfahrens

Der Fall hat in der Region für großes Aufsehen gesorgt. Die Polizei hatte mit öffentlichen Fahndungen und Zeugenaufrufen versucht, Hinweise zu erhalten. Die Resonanz war erheblich, wie die Zahl von rund 1000 eingegangenen Hinweisen zeigt.

Medienberichte greifen auf Angaben von Reportern vor Ort zurück, darunter Auftritte von Zeugen und Darstellungen der Ermittlungslage. Ein Spiegel-Artikel fasst die wesentlichen Vorwürfe zusammen.

Die Justizbehörden in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten das Material auf, um es für die Hauptverhandlung vorzubereiten. Bis zu einem Urteil können Monate vergehen.

Quellen und Berichterstattung

Der Spiegel berichtete ausführlich über die Vorwürfe der Ermittler gegen Gina H. und die Umstände der Tat.

Spiegel Online, Bericht zum Fall Fabian aus Güstrow

Medienberichte schildern die Suche nach dem Kind und die anschließende Aufarbeitung des Verbrechens.

YouTube-Berichte von Nachrichtenkanälen

Zusammenfassung

Die Staatsanwaltschaft Rostock hat Anklage gegen die Ex-Freundin des Vaters des getöteten achtjährigen Fabian erhoben. Der Junge verschwand am 10. Oktober 2025 und wurde vier Tage später tot bei Klein Opal gefunden. Der Angeklagten wird heimtückischer Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen. Sie sitzt seit November 2025 in Haft. Das Landgericht prüft die Anklage, ein Prozess könnte im Mai 2026 beginnen. Das Motiv der Tat bleibt weiterhin offen.

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Häufig gestellte Fragen

Wer ist Fabian aus Güstrow?

Fabian war ein achtjähriger Junge aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern, der am 10. Oktober 2025 aus dem Haus seiner Mutter Dorina verschwand.

Was ist mit Fabian aus Güstrow passiert?

Der Junge wurde am 14. Oktober 2025 tot am Rand eines Tümpels bei Klein Opal gefunden. Er wurde mit mindestens sechs Messerstichen getötet.

Wer ist die Angeklagte im Fall Fabian?

Es handelt sich um eine 29-jährige Frau, die als Ex-Freundin des Vaters identifiziert wurde. Ihr Name wird in verschiedenen Quellen teils unterschiedlich angegeben.

Welche Anklage wurde erhoben?

Die Staatsanwaltschaft Rostock erhob Anklage wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen.

Wann begann der Prozess gegen die Angeklagte?

Die Angeklagte sitzt seit November 2025 in Untersuchungshaft. Das Landgericht prüft die Anklage. Ein Prozessstart gilt als möglich im Mai 2026.

Was wirft die Staatsanwaltschaft der Angeklagten vor?

Sie soll den Jungen unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt, mit dem Auto zum Tatort gefahren, getötet und die Leiche mit Brandbeschleuniger angezündet haben.

Was ist das Motiv der Tat?

Das Motiv der Angeklagten bleibt weiterhin offen. Die Ermittler haben bislang keine Angaben zu einer konkreten Begründung gemacht.

Wie ist der aktuelle Stand des Verfahrens?

Das Landgericht Rostock prüft die Anklageerhebung. Die Angeklagte befindet sich in U-Haft. Weitere Informationen werden nach einer offiziellen Mitteilung des Gerichts erwartet.

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