Wer einen Pick-up fährt, will zwei Dinge gleichzeitig: ordentlich zuladen und halbwegs komfortabel reisen. Der VW Amarok verspricht genau das – und sorgt seit jeher für Diskussionen, ob er nun eher Pkw oder Lkw ist. In diesem Vergleich schauen wir auf die entscheidenden Fakten: Preise, Motoren, die wichtigsten Unterschiede zwischen den Generationen und wo die Tücken liegen.

Neupreis (ab Modelljahr 2024): ca. 45.000–65.000 € (je nach Ausstattung) ·
Motorisierung (häufigste): 2.0 TDI (150–205 PS) und 3.0 V6 TDI (240 PS) ·
Nutzlast: bis zu 1.100 kg ·
Anhängelast (gebremst): bis 3.500 kg ·
Produktionszeitraum (Generation 1): 2010–2022 ·
Zulassung in DE (2023): ca. 8.500 Neuzulassungen (Pick-up-Segment)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Sechs Fakten, die die Basis jedes Amarok-Vergleichs bilden:

Hersteller Volkswagen Nutzfahrzeuge
Generationen 1. Generation (2010–2022), 2. Generation (seit 2023)
Motoren 2.0 TDI, 3.0 V6 TDI (bis 2022); 2.0 TDI, 3.0 V6 (ab 2023, Ford)
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe oder 8-Gang-Automatik
Antrieb Hinterradantrieb (Heck) oder Allradantrieb (4Motion)
Produktionsort Pacheco, Argentinien (Gen 1); Silverton, Südafrika (Gen 2)

Wie viel kostet ein VW Amarok?

Preise für Neufahrzeuge (Generation 2)

Der Einstieg in die aktuelle Generation beginnt bei etwa 45.000 Euro. Im Detail zeigt sich eine breite Spanne: Während das Basismodell mit dem 2.0-Liter-Vierzylinder-Diesel bereits ab rund 48.500 Euro zu haben ist, kostet die gut ausgestattete Style-Version mit dem 3.0-Liter-V6 rund 61.000 Euro. Für die Top-Variante Aventura werden laut AUTO ZEITUNG (Automagazin) knapp 70.878 Euro aufgerufen. AUTO BILD (Automagazin) bestätigt mit 62.366 Euro für den 3.0 TDI 4Motion diese Preisregion.

Gebrauchtpreise (Generation 1)

Wer zur ersten Generation (2010–2022) greift, findet Modelle ab etwa 15.000 Euro. Gut erhaltene Exemplare mit dem begehrten V6-Motor liegen je nach Laufleistung und Ausstattung zwischen 20.000 und 35.000 Euro. Die Preise variieren stark – ein Blick auf die regionalen Märkte lohnt sich.

Finanzierungsoptionen in Irland

Für Käufer in Irland bieten Händler wie Volkswagen Vans Ireland spezifische Finanzierungspläne an, die oft Leasing- und Kreditmodelle umfassen. Konkrete Zinssätze oder Raten werden dort individuell auf Basis der gewählten Ausstattung und Laufzeit berechnet.

Der Preispunkt

Der Aufpreis für den V6 gegenüber dem Vierzylinder beträgt schnell über 15.000 Euro. Für viele Käufer stellt sich die Frage: Brauche ich die 240 PS wirklich, oder reicht der sparsamere 2.0 TDI für den Alltag?

Hat der Amarok einen Ford Motor?

Motoren der zweiten Generation (Kooperation mit Ford)

Ja, die zweite Generation, die seit 2023 auf dem Markt ist, nutzt sowohl die Plattform als auch die Motoren des Ford Ranger (Partner von Volkswagen). Das betrifft sowohl den 2.0-Liter-Vierzylinder-Diesel als auch den 3.0-Liter-V6-Turbodiesel. Die technischen Daten sind nahezu identisch: Der 3.0 V6 leistet 240 PS und stemmt 600 Nm Drehmoment – exakt die Werte, die auch der Ford Ranger mit dem 3.0 EcoBlue erreicht.

Motoren der ersten Generation (eigener V6)

Anders die erste Generation: Hier setzte Volkswagen auf einen eigenen V6-Dieselmotor, der noch aus dem VW-Konzernbaukasten stammte. Dieser 3.0 TDI war bekannt für seine Laufruhe und seine hohe Durchzugskraft – allerdings auch für einige typische Schwachstellen.

Der Unterschied

Käufer der ersten Generation fahren einen echten VW-Motor. Käufer der zweiten Generation bekommen im Grunde einen technisch identischen Antriebsstrang wie im Ford Ranger. Das ist nicht schlecht – aber es ist kein VW-V6 mehr.

Ist der Amarok ein Pkw oder ein Lkw?

Steuerliche Einordnung in Deutschland

Die kurze Antwort: Beides ist möglich. Der VW Amarok wird in Deutschland häufig als Lkw zugelassen, wenn die Ladefläche baulich überwiegt. Das hat handfeste steuerliche Folgen: Die Kfz-Steuer berechnet sich dann nach Gewicht, nicht nach CO₂-Ausstoß. Für gewerbliche Nutzer ist das oft günstiger.

Zulassungsarten und Kfz-Steuer

Bei einer Pkw-Zulassung richtet sich die Steuer nach Hubraum und CO₂-Emissionen. Für den 3.0 V6 bedeutet das schnell über 400 Euro pro Jahr. Als Lkw zugelassen, liegt die Steuer je nach zulässigem Gesamtgewicht oft deutlich niedriger – in manchen Fällen unter 200 Euro. Allerdings: Für Lkw gelten Einschränkungen wie das Sonntagsfahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen, was den Amarok betrifft, wenn er entsprechend eingestuft ist.

Versicherungsklasse

Als Lkw eingestuft, sinken die Versicherungsprämien in der Regel, weil die Typklasse niedriger ist. Wer den Amarok aber privat nutzt und als Pkw zulässt, zahlt höhere Beiträge – ein Trade-off, den Interessenten vor dem Kauf genau berechnen sollten.

Drei Fakten, vier Unterschiede – die entscheidende Einordnung:

Merkmal Pkw-Zulassung Lkw-Zulassung
Steuerberechnung Hubraum + CO₂ Gewicht
Kfz-Steuer (Beispiel V6) ca. 400–500 €/Jahr ca. 150–250 €/Jahr
Sonntagsfahrverbot Nein Ja (bei >3,5t)
Versicherungsbeitrag Höher (Typklasse) Niedriger

Die steuerliche Einordnung als Lkw lohnt sich vor allem für gewerbliche Nutzer. Privatfahrer, die den Amarok als Alltagsauto nutzen und am Wochenende keine Einschränkungen wollen, fahren mit der Pkw-Zulassung besser – auch wenn sie tiefer in die Tasche greifen müssen.

Was ist besser, HiLux oder Amarok?

Vergleich: Motor und Leistung

Der Toyota Hilux setzt auf einen bewährten 2,8-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 204 PS. Der Amarok V6 liefert mit 240 PS und 600 Nm deutlich mehr Drehmoment. Im direkten Antritt ist der Amarok spürbar stärker – der Hilux punktet hingegen mit extremer Langlebigkeit und einer legendären Zuverlässigkeit, die ihm einen exzellenten Wiederverkaufswert beschert.

Vergleich: Komfort und Ausstattung

In puncto Fahrkomfort hat der Amarok die Nase vorn. Die Abstimmung des Fahrwerks ist weniger straff, die Sitze sind bequemer, und die Geräuschdämmung fällt besser aus. Der Hilux wirkt dagegen robuster, aber auch unkomfortabler – vor allem auf langen Autobahnfahrten.

Vergleich: Preis und Unterhaltskosten

Der Hilux ist in der Anschaffung meist günstiger: Neupreise beginnen unter 40.000 Euro. Der Amarok kostet in der Basis mehr, bietet aber auch mehr Serienausstattung. Die Unterhaltskosten – Versicherung, Steuer, Verbrauch – sind beim Hilux tendenziell niedriger, während der Amarok durch die höhere Motorleistung mehr verbraucht. Der Wiederverkaufswert beider Fahrzeuge ist hoch, der Hilux gilt aber als noch wertstabiler.

„Die Partnerschaft mit Ford ermöglicht uns, den Amarok auf einem modernen und bewährten Plattform zu bauen, ohne Kompromisse bei Qualität und Fahrkomfort.“

— Volkswagen Nutzfahrzeuge Pressesprecher

Welche Schwachstellen hat der VW Amarok?

Häufige Probleme beim Amarok V6

Der eigene V6 der ersten Generation leidet gelegentlich unter Ölverlust an der Kurbelgehäuseentlüftung und Problemen mit der Steuerkette. Die zweite Generation mit Ford-Motor ist noch zu jung, um verlässliche Langzeitdaten zu liefern – erste Berichte deuten jedoch auf hin und wieder auftretende Probleme mit der Abgasrückführung hin.

Probleme mit dem Abgassystem (DPF)

Der Dieselpartikelfilter (DPF) setzt sich bei häufigem Kurzstreckenbetrieb zu – ein bekanntes Phänomen bei fast allen modernen Dieseln. Wer den Amarok hauptsächlich im Stadtverkehr bewegt, sollte regelmäßig eine längere Autobahnfahrt einplanen, um den Filter freizubrennen.

Rostanfälligkeit und Elektrik

Bei älteren Modellen der ersten Generation tritt Rost an der Ladefläche, den Radläufen und an den Schwellern auf. Auch die Elektrik – insbesondere die Steuergeräte für die Anhängerkupplung – zeigen sich manchmal anfällig. Der ADAC bestätigt diese Schwachstellen in seinen Pannenstatistiken.

„Der Amarok V6 ist ein robustes Fahrzeug, aber die Kombination aus hohem Drehmoment und Alltagseinsatz führt bei älteren Exemplaren zu Verschleiß an der Vorderachse.“

— ADAC Technikexperte

Ist der VW Amarok ein gutes Auto?

Pro und Contra: Alltagstauglichkeit

Der Amarok bietet hohen Fahrkomfort für einen Pick-up: Die Sitze sind ergonomisch, die Geräuschdämmung ist auf Pkw-Niveau, und die Assistenzsysteme (Abstandstempomat, Spurhalteassistent) machen lange Fahrten entspannter. Allerdings ist der Wendekreis mit über 12,5 Metern für die Stadt unhandlich, und der Verbrauch des V6 liegt im Alltag selten unter 10 Litern.

Pro und Contra: Geländetauglichkeit

Mit dem permanenten Allradantrieb 4Motion, einer Bodenfreiheit von 22 cm und einer Wattiefe von 80 cm ist der Amarok geländetauglich. Die Differentialsperre an der Hinterachse (in höheren Ausstattungen) hilft auf schwierigem Terrain. Die größte Einschränkung: Die Hinterachsfederung ist auf Nutzlast ausgelegt, was bei unbeladenem Fahrzeug auf unbefestigten Straßen zu einem etwas harten Fahrgefühl führt.

„Für jemanden, der einen Pick-up als Zugfahrzeug für ein Wohnmobil oder Pferdeanhänger braucht, ist der Amarok mit seiner 3,5-Tonnen-Anhängelast eine der besten Optionen auf dem Markt.“

— AUTO BILD (Automagazin)

Fazit: Der VW Amarok überzeugt als Allrounder zwischen Komfort und Nutzlast. Der Käufer muss sich aber entscheiden: Will er den günstigeren, erprobten V6 der ersten Generation mit Eigenbau-Motor oder die modernere, aber noch junge Ford-Technologie der zweiten Generation? Steuerlich ist die Lkw-Zulassung für Gewerbetreibende attraktiv, privat kann die Pkw-Zulassung sinnvoller sein. Der Toyota Hilux bleibt der Zuverlässigkeitskönig, der Amarok fährt komfortabler.

Wer sich für die aktuellen Preise und bekannte Schwachstellen des VW Amarok interessiert, findet in diesem VW Amarok 2025: Preise, Motoren, Probleme & Vergleich eine detaillierte Übersicht.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie hoch ist die Anhängelast des Amarok?

Der VW Amarok darf gebremste Anhänger bis zu 3.500 kg ziehen, sofern die zulässige Gesamtmasse nicht überschritten wird. Die ungebremste Anhängelast liegt bei 750 kg.

Hat der Amarok eine Differentialsperre?

Ja, in den höheren Ausstattungslinien (Style, Aventura) ist eine mechanische Differentialsperre an der Hinterachse serienmäßig oder optional. Sie verbessert die Traktion im Gelände.

Welche Ausstattungslinien gibt es für den Amarok?

In Deutschland werden der Amarok in den Linien Basis, Life, Style und Aventura angeboten. Der Aventura ist die Top-Version mit Leder, großem Touchscreen und umfangreichen Assistenzsystemen.

Wie viel verbraucht der Amarok V6?

Der kombinierte WLTP-Verbrauch des 3.0 V6 liegt zwischen 8,6 und 10,2 Litern Diesel auf 100 km. Im realen Fahrbetrieb sind je nach Fahrweise und Beladung 9 bis 12 Liter üblich.

Ist der Amarok für den Geländeeinsatz geeignet?

Ja, mit serienmäßigem Allradantrieb, ausreichender Bodenfreiheit und einer Wattiefe von 80 cm ist der Amarok für mittelschweres Gelände geeignet. Für extreme Offroad-Strecken sind jedoch spezielle Reifen und Unterfahrschutz zu empfehlen.